High-Tech-Fitness-Tracker ermutigen die Menschen heutzutage vermehrt dazu sich zu bewegen. Aber all diejenigen, die an Hyperhidrose (oder übermäßigem Schwitzen) leiden, überlegen sich dies zweimal, sind die Socken schon meist verschwitz auch ohne sich jemals körperlich betätigt zu haben. Laut der International Hyperhidrosis Society (IHS) beschäftigen sich weltweit etwa 5 Prozent der Menschen - das sind 367 Millionen Menschen - mit Problemen im Zusammenhang mit extremem Schwitzen.

Hyperhidrose kann bedeuten, dass Sie am Ende viel mehr Schweiß produzieren, als dies normalerweise mit Bewegung oder Nervosität verbunden ist. Einfach ausgedrückt, Ihre Schweißdrüsen bleiben für längere Zeit eingeschaltet und wissen nicht, wann Sie aufhören sollen. Insbesondere Menschen mit plantarer Hyperhidrose oder Schweißfüßen leiden häufig unter feuchtem Schuhwerk, Fußpilz, Nagelpilz oder anhaltend kalten Füßen.


Was sind Schweißfüße, resp. wann kann man von Schweißfüßen sprechen?

Die meisten von uns haben schon mal, von Zeit zu Zeit, unter Fußschweiß und -geruch gelitten, doch für manche Menschen sind verschwitzte Füße (zusammen mit verschwitzten Handflächen und Achselhöhlen) ein anhaltendes Problem, das peinlich und unangenehm sein kann. Für einige Menschen kann dies erhebliche Auswirkungen auf Ihren Alltag haben und zu einem verminderten sozialen Kontakt mit anderen Menschen führen. Aber der Zustand ist zum Glück behandelbar.

Es gibt mehr Schweißdrüsen pro Millimeter in unseren Füßen als irgendwo sonst im Körper. Ihre Aufgabe ist es, die Haut feucht und geschmeidig zu halten und die Temperatur bei heißem Wetter, unnatürlich hohen Temperaturen oder während des Trainings zu regulieren. Unsere Schweißdrüsen an den Füßen schütten die ganze Zeit Schweiß aus, nicht nur als Reaktion auf Hitze oder Bewegung, wie an anderer Stelle im Körper.

Dennoch gibt es Menschen, die vor allem an den Händen und Füssen mehr schwitzen als andere. Übermäßiges Schwitzen, auch als Hyperhidrose bekannt, hat viel damit zu tun, wie die Schweißdrüsen in den Füßen etwas zu gut funktionieren. Bei 250.000 Schweißdrüsen neigen die Füße dazu, stärker zu schwitzen als andere Körperteile.


Warum habe gerade ich Schweißfüße? Wodurch wird das Problem verursacht?

Die genaue Ursache für Schweißfüße ist bisher unbekannt, aber hauptsächlich auf überaktive Schweißdrüsen zurückzuführen. In einigen Fällen kann die Ursache genetisch bedingt sein. Mögliche andere Ursachen sind eine starke Belastung der Füße, wenn Sie beispielsweise den ganzen Tag auf Ihren Füßen stehen.

Bei Jugendlichen und Menschen unter 25 Jahren werden Schweißfüße wahrscheinlich durch überaktive Schweißdrüsen verursacht, die durch die Veränderung des Hormonspiegels im Körper ausgelöst werden. Da die Schweißdrüsen an den Fußsohlen (und Handflächen) hauptsächlich auf Emotionen reagieren, ist sowohl mentaler als auch emotionaler Stress eine häufige Ursache.


Ist es ernst?

Obwohl heißes Wetter das Schwitzen meistens verschlimmert, sind Schweißfüße sowohl ein Sommer- als auch ein Winterproblem. Für gewöhnlich leidet man auch über längere Zeit an Schweißfüßen und die Behandlung und Bekämpfung dauert einen längeren Zeitraum. In einigen Fällen können Schweißfüße zu Fußpilzen oder Blasen führen.


Was kann ich gegen Schweißfüße tun -10 Tipps:

Um die Schweißbildung zu reduzieren, sollten Sie sich an folgendes halten:

1. Führen Sie ein Tagebuch darüber, wie und wann Schwitzereignisse auftreten. Auf diese Weise können Sie Auslöser wie bestimmte Lebensmittel oder Situationen identifizieren, die vermieden werden sollten.

2. Wasche Sie Ihre Füße täglich, wenn nötig zweimal. Die Behandlung der Plantarhyperhidrose bedeutet auch, in puncto Hygiene noch einen Schritt weiterzugehen. Dies kann beinhalten, dass Sie Ihre Füße mit antibakterieller Seife waschen, Creme auftragen und / oder ein saugfähiges Fußpulver verwenden.

3. Tragen Sie nicht jeden Tag dasselbe Schuhwerk tragen, sondern die Schuhe wechseln, damit diese Atmen und der vorhandene Schweiß austrocknen kann.

4. Das Tragen von Socken wird ebenfalls als unerlässlich angesehen, insbesondere solche, die Feuchtigkeit aufnehmen, wie Wolle, Baumwolle oder eine Wolle / Baumwolle-Mischung.

5. Außerdem werden herausnehmbare Einlegesohlen (und medizinische Einlegesohlen mit desodorierender Wirkung) empfohlen, da die Einlegesohlen oder das Schuhoberteil viel Schweiß absorbieren. Unsere Zimtsohlen helfen hierbei sehr, sehr gut.

6. Gut sitzende Schuhe aus natürlichem Material z.B. Leder, welche die Füße Atmen lassen, gelten in Sachen Schuhwerk als das Beste.

7. Bleiben Sie hydratisiert. Das Trinken von viel Wasser, insbesondere an heißen Tagen oder während des Trainings, hilft, die Körpertemperatur zu regulieren und die Wahrscheinlichkeit des Schwitzens zu verringern.

8. Füße in Schwarztee einweichen. Die Verwendung von schwarzem Tee kann ein wirksamer Weg sein, um das Schwitzen zu stoppen. Legen Sie zwei Teebeutel Schwarztee in ein Becken mit warmen Wasser und Tauchen Sie Ihre Füße für jeweils 20 Minuten ins Becken. Bei diesem Hausmittel schließen die Tannine im Tee die Poren der Haut und verringern das Schwitzen.

9. Ersatzsocken dabei haben. Schwitzen Ihre Füße wiedermal besonders stark und können Sie diese im Moment nicht waschen oder einweichen, dann ziehen Sie frische Socken an. Wählen Sie wieder feuchtigkeitsableitende oder natürliche Baumwollsocken.

10. Abtupfen mit Alkohol. Für eine schnelle Linderung tupfen Sie eine kleine Menge Alkohol zwischen die Zehen oder auf die verschwitzten Stellen der Füße. Dadurch werden die Füße sofort austrocknen und Fußgerüche werden gestoppt. Es ist jedoch unbedingt zu vermeiden, dass dieses Mittel regelmäßig angewendet wird, da es die Füße zu stark austrocknen und zu Hautreizungen führen kann.


Was tun, wenn dies alles nichts hilft?

In schwerwiegenderen Fällen, in denen die normale Fußpflege nicht wirksam ist, und bei längerfristigen Erkrankungen gibt es die Möglichkeit einer Iontophorese (Elektrostimulation) oder einer Botulinumtoxin-Injektionen (Botox).


Wann sollte ich einen Arzt oder Podologen aufsuchen?

Wenn Sie nach 3 Wochen guter Fußpflege immer noch an Schweißfüßen leiden, sollten Sie sich an einen Arzt oder Podologen (auch als Fußpfleger bekannt) wenden.


Zimtsohlen - Sehr gut gegen Schweißfüße und üblen Fußgeruch
Zimtsohlen - Super gegen Schweißfüße